Wir bei Defend Innocence sind immer dafür, dass Eltern mit ihren Kindern über eine gesunde sexuelle Entwicklung sprechen. Es kann eine Herausforderung sein, zu wissen, was typisches Verhalten für das Alter deines Kindes ist. Solltest du dir Sorgen machen, wenn es bestimmte Fragen über Sex stellt? Was ist, wenn du feststellst, dass dein Neunjähriger sich für die Körper von anderen interessiert? Zu wissen, was normal und ungewohnt ist, kann dir helfen zu wissen, was dich erwartet und hilft dir dabei, altersgemäße Gespräche zu führen. Vertraue auf deine Intuition, wenn du auf das Verhalten deines Kindes eingehst. Du kennst dein Kind besser als jeder andere. Hier sind einige typische Verhaltensweisen, die in der Regel kein Grund zur Sorge sind, sodass du deine Reaktionen darauf abstimmen kannst.

Neugierde zum Thema Sex.

Manchmal gehen Eltern davon aus, dass Kinder im Grundschulalter nicht besonders neugierig über Sex sind. Sollte diese Neugierde nicht mit der Pubertät beginnen? Die Realität ist, dass Kinder Fragen über Sex haben und möglicherweise detailliertere Antworten erwarten, als sie es damals taten, als sie noch sehr klein waren. Zu sagen, dass ein Spermium und eine Eizelle ein Baby machen, könnte zum Beispiel nicht genug Information sein. Dein Kind könnte fragen: „Aber wie kommen das Spermium und das Ei zusammen?“

Interesse am Körper anderer.

Kinder in diesem Alter sind an den Körpern anderer interessiert, besonders an denen des anderen Geschlechts. Sie versuchen vielleicht, heimlich einen Blick auf die Eltern oder Geschwister zu werfen, wenn sie sich umziehen. Dieses Interesse ist nicht sexuell, sondern beruht auf Neugierde. Es ist jedoch wichtig, dem Kind beizubringen, wie wichtig die Privatsphäre ist, vor allem, da sie mit zunehmender Reife ihre eigene Privatsphäre immer mehr schätzen werden.

Wahrnehmung verschiedener sexueller Orientierungen.

Kinder im Grundschulalter beginnen zu beobachten und zu verstehen, dass nicht jede erwachsene Beziehung heterosexuell ist. Diese Erkenntnis beginnt oftmals, wenn jemand in der Schule „zwei Väter“ oder „zwei Mütter“ hat.

Wahrnehmung der eigenen Geschlechtsidentität formt sich.

Wenn Kinder älter werden, werden sie sich der Geschlechterrollen bewusster und beobachten, wie andere mit den Erwartungen an das Geschlecht umgehen. Das Verständnis für diese sozialen Dynamiken vertieft sich und die eigene Geschlechtsidentität wird immer mehr definiert.

Der Kontakt zu Gleichaltrigen wird immer wichtiger.

Beziehungen zu Freunden sind für Kinder wichtig, wenn sie älter werden. Im Allgemeinen legen Kinder am meisten Wert auf Beziehungen zu Gleichaltrigen und ihrem eigenen Geschlecht. Der Umgang miteinander besteht oft aus Hänseleien, vulgären Wörtern und kindischen sexuellen Kommentaren.

Spiele mit sexuellen Andeutungen.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Kinder in diesem Alter Spiele spielen, die das Zeigen und Berühren von Genitalien involvieren. Diese Spiele können mit gleich- oder gegengeschlechtlichen Teilnehmern gespielt werden. Auch diese Spiele sind normalerweise durch Neugierde motiviert. Auch wenn dieses Verhalten relativ häufig vorkommt, musst du es dennoch ansprechen. Du kannst ein Gespräch mit deinem Kind darüber führen, warum die Genitalien ein privater Bereich des Körpers sind. Stille ihre Neugierde, indem du ihre Fragen beantwortest. Sollte es bei dieser Art von Spielen vorkommen, dass ältere Kinder jüngere Kinder dazu zwingen, etwas zu tun, solltest du dir Sorgen machen. Suche in diesem Fall die Hilfe eines Therapeuten, der sich auf sexuelles Verhalten bei Kindern spezialisiert.

Selbstbefriedigung.

Du solltest nicht unbedingt erwarten, dass ein Kind in diesem Alter masturbiert, aber es ist auch nicht ungewöhnlich. Wie die Erziehungsexpertin Debra Haffner sagt: „In diesem Alter ist es normal, dass Kinder masturbieren und es ist ebenso normal, dass sie es nicht tun.“ Die meisten Kinder sind während ihrer Entwicklungsphase wahnsinnig neugierig auf ihren Körper und die Genitalien sind ein wichtiger Teil ihres Körpers, den sie erforschen wollen. Manchmal ist Selbstbefriedigung ein Teil dieser Erkundung.

Je mehr Informationen du als Elternteil hast, desto besser kannst du auf die Bedürfnisse deines Kindes eingehen. Zu wissen, ob das Verhalten deines Kindes normal ist, kann einige deiner Sorgen beruhigen. Aber lass dich nicht von dem Gefühl überwältigen, dass du alle Antworten haben musst. Als Elternteil lernst du ständig dazu. Dein Wissen und deine Instinkte werden dich leiten, damit du weißt, was das Beste für dein Kind ist.

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