In 90% der Fälle, in denen ein Kind sexuell missbraucht wird, wird es von jemandem missbraucht, den es kennt – jemandem aus seinem Vertrauenskreis, seinem Bekanntenkreis.

Zu einem Vertrauenskreis gehören die Menschen, die du in dein Leben und in das Leben deines Kindes aufnimmst. Das sind deine Freunde und Familienmitglieder, der Trainer, der Klavierlehrer deines Kindes, Schullehrer oder Pfarrer, usw. Dies sind die Menschen, denen du, ob absichtlich oder nicht, dein Kind gelehrt hast zu vertrauen, weil du ihnen vertraust.

Statistisch gesehen, kann dein Bekanntenkreis eine Gefahr darstellen. Doch es gibt Wege, wie du deinen Vertrauenskreis mit Menschen gestalten kannst, denen der Schutz deines Kindes genauso am Herzen liegt wie dir.

Im Folgenden findest du vier Fragen, die du dir stellen solltest, wenn du über deinen Bekanntenkreis nachdenkst.

Wer ist in deinem Vertrauenskreis?

Nimm dir eine Minute Zeit, um darüber nachzudenken, wer regelmäßig mit deinem Kind in Kontakt kommt. Familienmitglieder, Freunde, Arbeitskollegen, Trainer, Lehrer, Nachbarn, usw. Dies sind die Menschen, die Teil deines Vertrauenskreises sind.

Wie gehen diese Menschen mit deinem Kind um?

Wie oft sehen sie dein Kind? Sind sie jemals allein mit deinem Kind? Haben sie regelmäßig unkontrollierten Zugang zu deinem Kind? Das sind alles Dinge, die du bei jeder Person in deinem Vertrauenskreis berücksichtigen musst.

Wo kommen diese Menschen mit deinem Kind in Kontakt?

Sind sie an öffentlichen oder privaten Orten mit deinem Kind zusammen? Du musst dir gut überlegen, ob sie die Möglichkeit haben, dein Kind sexuell zu missbrauchen oder nicht. Wenn sich der Kontakt zu deinem Kind auf öffentliche Orte mit dir beschränkt, dann ist dein Kind sicherer, als wenn die Person lange Zeit ohne dich mit deinem Kind alleine ist.

Wann solltest du Grenzen für die Menschen in deinem Vertrauenskreis schaffen?

Jetzt! Zögere nicht, die Interaktionen zwischen Erwachsenen und deinem Kind zu ändern. Grenzen zu setzen und den Menschen in deinem Vertrauenskreis diese neuen Grenzen bewusst zu machen, ist für die Sicherheit deines Kindes unerlässlich. Alle werden sich wohler fühlen, wenn du die Erwartungen klar definierst.

Sorgfältig zu entscheiden, wer zu deinem Vertrauenskreis gehört, hat nichts mit Paranoia zu tun, sondern damit, klare Grenzen für dein Kind zu setzen. So kannst du die Wahrscheinlichkeit verringern, dass dein Kind ins Visier eines Täters gerät und es ermöglicht deinem Kind, eine liebevolle und unterstützende Gruppe von Erwachsenen um es herum zu haben.

Mit einem eng verbundenen Vertrauenskreis hast du viele Menschen, die dir helfen, dein Kind vor sexuellem Missbrauch und anderen Risiken der Kindheit zu schützen. In Wirklichkeit ist es das, was ein Vertrauenskreis sein sollte, ein Kreis von Beschützern, die das Beste für dein Kind wollen.

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