Studien haben ergeben, dass Eltern emotionalen und psychologischen Schmerz empfinden können, nachdem ihr Kind seinen Missbrauch aufgedeckt hat. Möglicherweise erlebst du sogar eine so genannte sekundäre Traumatisierung, was bedeutet, dass du etwas sehr Ähnliches wie dein Kind durchmachst. Angesichts dieser intensiven Emotionen kann es schwierig sein, ein gesundes Ventil für sie zu finden, aber denk daran, dass dein Kind dich als Vorbild betrachtet. Es beobachtet die Art und Weise, wie du mit allem umgehst und es wird dem nacheifern, was du tust. Das mag sich vielleicht etwas erdrückend anfühlen, aber du hast die Gelegenheit, deinem Kind zu zeigen, wie es diese Gefühle wahrnehmen kann, ohne dass die Emotion die Reaktion kontrolliert.

Eine Art und Weise, deine Emotionen zu thematisieren ist, dein Kind mit dem Rad der Emotionen bekannt zu machen. Dies ist eine großartige Gelegenheit, um ein Gefühl (oder mehrere) wahrzunehmen und zu erklären, wie du mit diesen Gefühlen auf eine gesunde Art und Weise umgehen kannst. Du solltest deine Selbstfürsorge üben und dir Zeit für dich selbst nehmen, denn du nimmst ein großes emotionales Gewicht auf dich, indem du deinem Kind hilfst, die Unterstützung zu geben, die es in einer sehr schwierigen Zeit braucht. Unter anderem kannst du dich in Achtsamkeit üben, Stabilisierungsübungen anwenden, wenn du übermäßig gestresst bist oder das Schreiben und die Kunst nutzen, um Emotionen auszudrücken sowie Gefühle aufzuarbeiten. Du kannst nicht aus einem leeren Kelch gießen, also achte darauf, dass du dich um deine eigenen emotionalen Bedürfnisse kümmerst, damit du dich besser um die deines Kindes kümmern kannst.

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